Moderne Visualisierung der Layoutplanung

Wie die Pro­duk­ti­ons­pla­nung räum­li­che Gege­ben­hei­ten berücksichtigt

Im wei­te­ren Ver­lauf der Pla­nung– also nach der Erstel­lung der ers­ten 2D-Lay­­outs – ist das Card­board Engi­nee­ring eine der belieb­ten Lean Metho­den zur Erpro­bung von Lay­outs. Anhand von gro­ßen Kar­tons, die in einer lee­ren Hal­le auf­ge­stellt wer­den, kön­nen Platz­be­dar­fe ermit­telt und Pro­zes­se durch­lau­fen werden.

Die­se Metho­de kommt ähn­lich wie die Papier­pla­nung aus einer Zeit, in der es noch kei­ne digi­ta­len Alter­na­ti­ven gab. Heu­te aber gibt es diver­se Lösun­gen fern­ab der ana­lo­gen – oft sehr zeit- und raumin­ten­si­ven – Layoutplanung.

Ein Bei­spiel dafür ist Halo­cli­ne. Die Vir­tu­al Rea­­li­­ty-Edi­­tor­­lö­­sung erlaubt die Pla­nung eines Neu­baus oder die Umpla­nung einer bestehen­den Pro­duk­ti­ons­hal­le am digi­ta­len Zwil­ling der Fabrik. Hier kön­nen ver­schie­de­ne Vari­an­ten erstellt, ver­gli­chen und im Detail bewer­tet werden.

Wie funktioniert die Layoutplanung in Virtual Reality?

Die Arbeits­schrit­te mit Halo­cli­ne im Überblick:

  1. Zunächst wird ein vir­tu­el­les Abbild der Fabrik­hal­le erstellt, indem die Maße auf der Halo­cli­­ne-Des­k­­to­p­­ober­­flä­che ein­ge­tra­gen werden.
  2. Im nächs­ten Schritt kön­nen auf die sel­be Wei­se Arbeits­be­rei­che fest­legt werden.
  3. Wenn 2D-Lay­­outs vor­han­den sind, kön­nen die­se als Bild­da­tei­en ein­fügt wer­den und als Grund­la­ge für den Auf­bau der 3D-Daten dienen.
  4. Es folgt die Lini­en­pla­nung und die Vor­mon­ta­ge in der vir­tu­el­len Fabrik. Dies ist auch kol­la­bo­ra­tiv an einem gemein­sa­men Lay­out möglich.
  5. Alle Bestand­tei­le der Fabrik­hal­le kön­nen anhand von Boxen auf­ge­baut wer­den. Der Detail­lie­rungs­grad ist den Anwender:innen selbst überlassen.
  6. Anla­gen und 3D-Model­­le kön­nen über den CAD-Import ein­ge­fügt werden.
  7. In der Halo­cli­ne Biblio­thek gibt es eine Aus­wahl an Stan­dard­ele­men­ten, die plat­ziert wer­den kön­nen. Außer­dem lässt sich die Biblio­thek um eige­ne Ele­men­te erweitern.
  8. Nun las­sen sich ver­schie­de­ne Lay­out Vari­an­ten aufbauen
  9. Die ver­schie­de­ne Lay­out­va­ri­an­ten kön­nen schnell und ein­fach mit­ein­an­der ver­gli­chen werden.
  10. Der Export kann sowohl als pdf-Datei oder in 3D-Daten passieren.

Die Vorteile der virtuellen Layoutplanung in der Fertigung

Die leicht ver­ständ­li­che und in der vir­tu­el­len Welt erleb­ba­re Hal­len­pla­nung bie­tet eine gute Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ba­sis. Die VR-Daten kön­nen noch vor Abschluss des Pla­nungs­pro­zes­ses mit den Mitarbeiter:innen vom Shopf­loor oder der Abnah­me erprobt und dis­ku­tiert wer­den. Wer­den Platz­be­dar­fe in der Fabrik von Anfang an sinn­voll und für alle Betei­lig­ten nach­voll­zieh­bar geplant, erge­ben sich Kos­ten­vor­tei­le. Die­se ent­ste­hen bei­spiels­wei­se durch die Ein­spa­rung von Lauf­we­gen, eine bes­se­re Zugäng­lich­keit für die Logis­tik und einen weni­ger feh­ler­an­fäl­li­gen Produktionsprozess.

Wo bie­tet Vir­tu­al Reat­li­ty (VR) nun also den Mehr­wert gegen­über der ana­lo­gen Planung?

Durch die Daten­er­stel­lung in VR…

  • kön­nen Kon­zep­te und Ideen schnell rea­li­siert und räum­lich über­prüft werden.
  • sind inter­dis­zi­pli­nä­re Teams in der Lage ihr hand­werk­li­ches Wis­sen ein­zu­brin­gen, bevor die Pla­nung in der Hal­le umge­setzt wird.
  • kön­nen bestehen­de 2D- oder 3D-CAD-Model­­le in die Pla­nung ein­be­zo­gen werden.
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