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Montageplanung & Prozessoptimierung: Montagearbeitsplatzsysteme in der Industrie smart gestalten

Geschrieben von
Jana Steinmetzger
|
28.10.2025

Zusammenfassung

Gut geplante Montagearbeitsplatzsysteme verbinden Arbeitsplatz, Materialbereitstellung und Hilfsmittel zu einem modularen Standard, der Greif- und Laufwege verkürzt, Taktzeiten stabilisiert und die Ergonomie verbessert – abgestimmt mit Logistik, Qualität und EHS. Du steuerst über Kennzahlen wie Taktzeit, MTM-Bausteine, Greif- und Laufwege, Reichweitenzonen sowie Nacharbeitsquote und ergänzt durch 3D-/VR-Analysen von Distanzen, Sichtlinien und Kollisionen. Praxisbeispiele zeigen messbare Effekte wie rund 20 % kürzere Greifwege, 15 % weniger Laufweg und eine engere Taktzeitverteilung. Mit Halocline planst du Arbeitsplätze ohne CAD, prüfst Greifräume in Originalgröße, misst Wege, prüfst Kollisionen und Sichtfelder, vergleichst Varianten kollaborativ und validierst Layout und Ergonomie früh, sodass Standards reifen, bevor Material gebunden wird.

Wenn Taktzeit, Qualität und Ergonomie gleichzeitig zählen, entscheidet die Gestaltung deiner Montagearbeitsplatzsysteme über Stabilität und Kosten. Auf dem Shopfloor bremsen Suchzeiten, lange Wege und unklare Bereitstellungen den Fluss; späte Umbauten werden teuer. Mit einer modularen, standardisierten Arbeitsplatzgestaltung reduzierst du Greif- und Laufwege, hältst die Taktzeit enger und entlastest Haltungen – messbar in MTM-Zeiten, Nacharbeitsquote und Flächennutzung. VR-gestützte Planung hilft dir, diese Effekte früh zu validieren und Varianten sicher zu vergleichen.

Was leisten Montagearbeitsplatzsysteme im Alltag?

Sie verbinden Arbeitsplatz, Materialbereitstellung und Hilfsmittel zu einem modularen, anpassbaren System. Entscheidend sind ergonomische Greifräume, eine klare Zonenlogik und reibungslose Schnittstellen zum Nachschub. So sinken Suchzeiten und die Taktzeit wird stabil.

Im Kern kombinierst du höhenvariable Tische oder Gestelle mit Greifmitteln wie Kisten, Schütten und Shadowboards sowie Hilfsvorrichtungen für wiederkehrende Handgriffe. Eine FIFO-Logik mit Supermarkt und Kanban sichert Nachschub in der richtigen Reihenfolge; Beleuchtung, Kennzeichnung und Poka Yoke stützen die Qualität. Mit einem Baukasten aus Mihilfe von Standardprofilen, Regalen und Schnellverbindern passt du Arbeitshöhen, Abstände und Bereitstellungen zügig an, ohne lange Stillstände oder hohe Rüstzeiten.

Wirkung entsteht an den Schnittstellen. Logistik definiert Behälter, Taktpuffer und Wege, Qualität liefert Prüfpunkte und Freigaben, EHS bewertet Haltungen, Lasten und Sicherheitsabstände. Wenn du diese Sichtweisen zusammenführst, unterstützt das System im Alltag: Material liegt in der Primärzone, Reihenfolgen sind eindeutig, Staus werden vermieden, Variantenwechsel bleiben beherrschbar.

Welche Kennzahlen und typischen Probleme steuern die Arbeitsplatzgestaltung?

Für die Steuerung zählen Taktzeit, MTM-Zeitbausteine, Greif- und Laufwege, Reichweiten, Wechselhäufigkeiten sowie Nacharbeitsquote. Typische Probleme sind unergonomische Haltungen, Suchzeiten durch unklare Bereitstellung, lange Wege, Materialstaus und fehlende Standards.

Taktzeit definiert den Durchsatz; MTM zerlegt Tätigkeiten in reproduzierbare Elemente. Greifweg ist die Distanz der Hand zum Teil, Laufweg die Strecke pro Zyklus im Layout. Reichweitenzonen ordnen häufige Teile in die Primärzone und seltene in Randbereiche. Wenn du diese Größen misst statt schätzt, vergleichst du Varianten effizienter und erkennst Taktzeittreiber früh.

Praxisbeispiele: Woran siehst du den Effekt?

Greifraum-Optimierung: Erhöhst du die Werkbank auf eine ergonomische Höhe und ziehst Kleinteile in die Primärzone auf Augen- bis Hüfthöhe, entfallen Beugebewegungen. In einem Vorher/Nachher-Vergleich sanken die Greifwege um rund 20 %, die Bewegungsfolge wurde gleichmäßiger und die Streuung der Taktzeit geringer.

Materialfluss/Wege: Zwei Layout-Varianten zeigten 42,0 m versus 36,0 m Laufweg je Zyklus (−15 %). Ursachen waren ein Engpass am Nachschubwagen und zu große Distanzen. Nach Umpositionierung der Bereitstellung reduzierte sich die Wegstrecke, Wartezeiten verschwanden.

Taktstabilität: Eine einfache Hilfsvorrichtung glättete die Bewegungsfolge sichtbar und senkte die Spitzenbelastung. Die Taktzeit verbesserte sich im Mittel um 8 s, die Verteilung wurde enger – ein klarer Effekt auf Qualität und Ermüdung.

Wie validierst du Layout und Ergonomie früh – und wie hilft VR mit Halocline?

VR macht Räume, Abstände und Sichtlinien unmittelbar erlebbar und zeigt Schwachstellen, bevor Betriebsmittel gebaut oder verändert werden. Du vergleichst Varianten objektiv, misst Wege direkt im Modell und senkst Änderungsfolgekosten. Halocline unterstützt dich dabei mit intuitiver 3D-Planung auch ohne CAD-Modelle, einer Bibliothek für Betreibsmitteln und kollaborativen Reviews im begehbaren Modell.

In der VR Fabrikplanung platzierst du Tische, Regale und Vorrichtungen, passt Arbeitshöhen an und prüfst Greifräume in realer Größe. Wegstreckenanalyse, Kollisionsprüfung und Sichtfeldbewertung liefern belastbare Daten für Entscheidungen, die Shopfloor, AV, IE und EHS gemeinsam treffen. So bringst du die Digitale Fabrik in den Alltag: Varianten entstehen schneller, Fehlannahmen werden seltener, Standards reifen, bevor Material bestellt wird.

Wie setzt du Verbesserungen um – in Schritten?

  • Schritt 1: Wähle einen Pilotarbeitsplatz und definiere einen Zielkorridor, zum Beispiel −15 % Laufwege und +10 % Ergonomiescore.
  • Schritt 2: Nimm den Ist-Zustand auf, erfasse Zeit- und Wegdaten.
  • Schritt 3: Lege zwei bis drei Varianten in VR an, miss Greif- und Laufwege, prüfe Haltungen und sammle Feedback deiner Kolleg:innen direkt im Modell.
  • Schritt 4: Standardisiere die wirksame Lösung in Arbeitsanweisungen und Zonenlogik, rolle sie auf ähnliche Arbeitsplätze aus und halte Kennzahlen im Betrieb nach.

Wenn du dein Layout schneller validieren möchtest, starte jetzt mit Halocline Free.

Jana Steinmetzger

Mit ihrer umfassenden Erfahrung im Vertrieb veranschaulicht Jana Steinmetzger als Sales Engineer bei Halocline, welchen Mehrwert VR-gestützte Fabrikplanung für moderne Produktionsumgebungen schafft.

Ein Mann mit VR Brille vor einem Monitor, auf dem dieLayoutplanungssoftware Halocline zu sehen ist.

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